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Sachsens Gartenschau bis heute ein Vorbild

erschienen am 24.05.2019

Wolfgang Richter erinnert an die Ereignisse von 2009 in Reichenbach
Reichenbach. Die Erinnerung an die Fünfte sächsische Landesgartenausstellung in Reichenbach im Jahr 2009 ist noch wach und lebendig: Vom 29. Juni bis zum 7. Juli wird im Park der Generationen zum zweiten Mal eine "Kleine Gartenschau" stattfinden. Neben dem geschmückten Gelände soll dann ein unterhaltsames Programm angeboten werden, mit einer Hallenblumenschau, einer Bonsai-Ausstellung, Hubschrauber-Rundflügen und Sommernachtskino. Der Verein Aqua et Natura hatte am Dienstag im Alten Wasserwerk mit einem Vortrag von Wolfgang Richter an die Gartenschau erinnert: "... und heute beginnt die kleine Gartenschau 2019!" Mit diesen Worten hatte Wolfgang Michel, der Sprecher des Vereins Aqua et Natura, die mehr als 40 Besucher begrüßt.
Den Maßstab für das Folgende hatte die Landesgartenschau gesetzt, wie Richter zu berichten wusste. Damals wurde die Reichenbacher Altstadt, ein durch Industriebrachen gezeichneter Stadtteil, in eine blühende Insel verwandelt. Zuvor verschwanden fünf brachliegende Fabrikbauten. Straßen im Umfeld der Landesgartenschau wurden hergerichtet. Über eine neue Brücke, den Stadtsteg, wurde die zentrale Bushaltestelle stufenlos an das Gartenschaugelände angebunden.


Aus der ehemaligen Fabrik C. H. Müller entstand ein schmuckes Zentralgebäude mit einem Veranstaltungssaal, Geschäftsräumen und einer Gaststätte, die von oben einen herrlichen Ausblick über das Hauptgelände gestattete. Heute hat dort die Vogtland-Philharmonie ebenso ihr Domizil, wie das Bildungs- und Begegnungszentrum für jüdisch-christliche Geschichte und Kultur. Aus dem nebenan gelegenen alten Webereigebäude, das während der Landesgartenschau die Blumen- und die Schmetterlingshalle beherbergte, entstand ein Zentraldepot für die Museen in Reichenbach und Mylau, ein sächsisches Pilotprojekt.


Auch das in der Nähe stehende Wasserwerk von 1905 wurde zu einem Vortrags- und Veranstaltungszentrum umgebaut. Eigens für den Betrieb dieses Hauses ist der Verein Aqua et Natura gegründet worden.


Richter ließ die Gartenschau bis zum verregneten Ende Revue passieren. Dafür setzte er zwei Filme des damaligen Vogtland-Regionalfernsehens von Uwe Schirmer ein. Richter verwies darauf, dass die Kosten von knapp 5 Millionen zusammen mit den mehr als 17 Millionen Euro Investitionskosten gut angelegtes Geld waren. Die Reichenbacher und Besucher danken es bis heute.